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Ates Gürpinar, MdB

Bundesregierung versagt in der Pflege: Beschäftigte gehen in den Selbstschutz

Foto: Olaf Krostitz

„Professionelle Pflege ist ein Knochenjob. Es ist eine Schande, dass die Bundesregierung hier nicht für Entlastung sorgt, sondern dass die Pflegekräfte dies in Streiks erkämpfen müssen und durch Teilzeit individuell organisieren“, kommentiert Ates Gürpinar, Sprecher für Pflege- und Krankenhauspolitik der Fraktion DIE LINKE, anlässlich des Tags der Pflegenden am 12. Mai eine Mitteilung des Statistischen Bundesamts zur Beschäftigungsentwicklung in den Pflegeberufen. Gürpinar weiter:

„Die deutlich überdurchschnittliche Teilzeitquote in der Pflege belegt die Überlastung der Beschäftigten eindrücklich. Da die Bundesregierung das Gesundheitssystem weiterhin der Marktlogik unterwirft, müssen sich die Beschäftigten selbst verteidigen, viele von ihnen reduzieren ihre Stundenanzahl. Mit dieser Strategie befeuert die Bundesregierung den herrschenden Pflegenotstand.

Die großen Streiks für Entlastungen an den nordrhein-westfälischen Unikliniken zeigen den enormen Veränderungswillen der Beschäftigten. Der Ist-Zustand in den Krankenhäusern gefährdet Pflegekräfte und Patienten gleichermaßen. Die Bundesregierung muss die Negativspirale von schlechten Arbeitsbedingungen und Flucht aus dem Pflegeberuf endlich unterbrechen und eine verbindliche Personalregelung durchsetzen. Wie versprochen muss die Regierungskoalition außerdem die Lohnlücke zwischen Langzeit- und Krankenpflege endlich angehen. Die Kolleginnen und Kollegen in den Pflegeheimen und Pflegediensten brauchen eine weitreichende tarifliche Absicherung.“

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